Kp In Wismar bin ich mit Sascha verabredet, er ist vor 3 Wochen in die Plattenbausiedlung Friedenshain in Wismar gezogen. Aufsuchende sozialdiakonische Arbeit ist seine Aufgabe vor Ort. Ich habe Mühe ihn zu finden, keiner kennt das Kirchen Café. Es liegt in einer fast leeren Einkaufspassage, fast alle Läden haben dicht gemacht. Im Viertel leben ca. 3500 Menschen. Vor allem wohl Sozialhilfe Bezüger, keine Kundschaft für die Geschäfte. Nur ein Bäcker, ein Döner Laden und eine Apotheke haben sich halten können. Und eben der winzige Kirchentages, Saschas Anlaufstelle. Eine Kollegin wird mir vorgestellt, dann nimmt mich Sascha mit in seinen Arbeitsalltag. Bis zum Abend werde ich ihn durch das Wohnquartier begleiten. Zuerst geht es mit dem Auto in die Innenstadt, wir holen die Suppe für den Mittagstisch. Neben dem Kirchenladen gibt im Gebäude noch einen größeren Raum für den Mittagstisch und andere Angebote. Dort lerne ich zwei Ehrenamtliche kennen. Wir kommen schnell auf die Zeit vor der Wende. Da hatten beide ihren qualifizierten Job und Kinderbetreung rund um die Uhr. Das gab es noch soziale Sicherheit und man hat sich gegenseitig geholfen. Diese Sätze höre ich mehrmals in verschiedenen Variationen. Nach der leckeren Suppe mit reichlich Besuchern des Mittagstisches gehen wir einen Kaffee trinken bei Sascha zu Hause. Dann starten wir mit dem Bollerwagen und den Luftballons ins Quartier. Sofort sind die Kinder da und es werden immer mehr. Sascha formt aus den Ballonen Tiere, Schwerter und ganz aufwendig Engel. Wir sind jetzt vom einem Pulk Kinder umgeben und gut beschäftigt die Wünsche zu erfüllen. Dabei merke ich das ich mit beiden Sandalen in der Hunde Scheisse stehe. Das ist leider so berichtet mir Sascha, alle
Wiesen sind voll davon.
Mittwoch, 29. Juni 2016
Sascha und die Platten
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