Montag, 13. Juni 2016

In der Fremde unterwegs zu sich


Wer als Pilger aufbricht, verlässt die Heimat, die vertraute Umgebung. Er bricht auf vom Bekannten ins Unbekannte, von der Sicherheit, er geht äußerlich und innerlich in die Fremde.
Weckruf der Sehnsucht
Wer bin ich?
Was war mir bisher wichtig?
Wozu lebe ich?
Was will ich?
“Fremdeln“ wir nicht selten auch innerlich?
Vieles scheint selbstverständlich und doch, trotz materiellem Wohlstand oder vielleicht gerade deswegen, sind wir uns innerlich in manchem fremd geblieben.
War das schon alles?
Will ich wirklich so weiterleben?
Für den Pilger in uns ist “Sehnsucht“ die charmante Art Gottes, sich bei uns in Erinnerung zu halten. Wir sind Fremde in dieser Welt und werden durch die Sehnsucht daran erinnert, dass wir nicht ewig leben.
Wohin gehe ich?
Der Weg vom Leben zum Tod.
Loslassen um frei zu werden für das weitere Leben.
Nach christlichem Verständnis sind wir auf dem Weg nach einem letzten Zuhause, nach einer Heimat, in der wir ganz daheim sein können. Diese letzte Ziel heißt Gott - unsere Heimat ist der Himmel.
“Ein Mann aus den USA wollte einen berühmten Rabbi in Europa besuchen. Doch wie enttäuscht war er, als er in die kleine Mietwohnung des Rabbi eingelassen wurde. Als Mobiliar waren einzig ein Bett, ein Stuhl und einige Bücher zu sehen. Er hatte viel mehr erwartet. “Aber Rabbi, wo sind denn ihre Sachen?“, fragte er erstaunt. “Wo sind denn ihre?“ fragte der Rabbi zurück. “Ich bin doch nur auf der Durchreise“, antwortete der Mann. “Ich auch“, entgegnete der Rabbi

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