Donnerstag, 30. Juni 2016

Überdosierung

Mein Erleben mit den Menschen in Wismar hat mich nachhaltig irritiert. Sascha der Kollege in der Plattenbausiedlung mit riesigem Engagement. Aber eben vielleicht etwas zu viel....? Die Herzlichkeit bei der Prediger Familie, der ich mich nicht entziehen kann. Alle sind so was von nett. Gleichzeitig fühle ich mich nicht mehr frei. Ich werde eingebunden in die Rituale die vorgegebenen sind. Eine feste Liturgie, auch beim Frühstück lesen wir fromme Texte. Ich traue mich am Abend kaum aus der Runde um kurz mit Dagmar zu telefonieren. Wahnsinn wie schnell ich mich angepasst habe und ein schlechtes Gewissen bekomme. Und dann das theologische Geschehen. Thomas eröffnet die Runde, er führt in die Bibelstelle ein. Das Loblied auf die Rettung des Volkes Israel nach dem Auszug aus Ägypten. Auf der Flucht vernichtet Gott die Ägypter entscheidet, so können sich die Israeliten retten. Nachdem der Text gelesen ist fangen Teilnehmer der Runde an den Text für sich ins Heute zu übertragen. Mir stehen alle inneren Haare zu Berge. Da wird dieser gewalttätige Gott gelobt das er ein ganzes Heer vernichtet. In den persönlichen Beiträgen wird wird sehr einfach zwischen Gut und Böse unterschieden. Mir fällt es sehr schwer diese Auslegungen so an zu hören. Selbstverständlich sind alle Beiträge nicht kritisch angelegt, sie suchen lediglich den wortgetreuen Übertragung auf das eigene Leben. Mein Eindruck, immer in Blick Kontakt mit dem Prediger. Ich empfinde diese Form unfrei und mir nicht gemäß. Die ganze Atmosphäre ist so angelegt, alles ist subtil gesteuert und führt zum gewollten Ergebniss. Ich habe auch keine wirklich angenehme Nacht in diesem frommen Haus. Mein Glauben muss frei atmen können, er will nicht vorher bestimmt werden durch unzählige Rituale und Handlungen. Für mich muss es auch nicht immer so nett und super freundlich zu gehen. So wahnsinnig freundlich das ich ein schlechtes Gewissen bekomme wenn es mir nicht gefällt.

Meine Reise von Wismar nach Rostock

Massentierhaltung in McPom

Auf dem Weg nach Warnemümde komme ich bei einem Kuhstall mit hunderten Milchkühen vorbei. Ich bin sprachlos...

Mittwoch, 29. Juni 2016

Meine geliebte Frau Dagmar zu Hause

Bilder von Wismar

Sascha und die Platten

Kp In Wismar bin ich mit Sascha verabredet, er ist vor 3 Wochen in die Plattenbausiedlung Friedenshain in Wismar gezogen. Aufsuchende sozialdiakonische Arbeit ist seine Aufgabe vor Ort. Ich habe Mühe ihn zu finden, keiner kennt das Kirchen Café. Es liegt in einer fast leeren Einkaufspassage, fast alle Läden haben dicht gemacht. Im Viertel leben ca. 3500 Menschen. Vor allem wohl Sozialhilfe Bezüger, keine Kundschaft für die Geschäfte. Nur ein Bäcker, ein Döner Laden und eine Apotheke haben sich halten können. Und eben der winzige Kirchentages, Saschas Anlaufstelle. Eine Kollegin wird mir vorgestellt, dann nimmt mich Sascha mit in seinen Arbeitsalltag. Bis zum Abend werde ich ihn durch das Wohnquartier begleiten. Zuerst geht es mit dem Auto in die Innenstadt, wir holen die Suppe für den Mittagstisch. Neben dem Kirchenladen gibt im Gebäude noch einen größeren Raum für den Mittagstisch und andere Angebote. Dort lerne ich zwei Ehrenamtliche kennen. Wir kommen schnell auf die Zeit vor der Wende. Da hatten beide ihren qualifizierten Job und Kinderbetreung rund um die Uhr. Das gab es noch soziale Sicherheit und man hat sich gegenseitig geholfen. Diese Sätze höre ich mehrmals in verschiedenen Variationen. Nach der leckeren Suppe mit reichlich Besuchern des Mittagstisches gehen wir einen Kaffee trinken bei Sascha  zu Hause. Dann starten wir mit dem Bollerwagen und den Luftballons ins Quartier. Sofort sind die Kinder da und es werden immer mehr. Sascha formt aus den Ballonen Tiere, Schwerter und ganz aufwendig Engel. Wir sind jetzt vom einem Pulk Kinder umgeben und gut beschäftigt die Wünsche zu erfüllen. Dabei merke ich das ich mit beiden Sandalen in der Hunde Scheisse stehe. Das ist leider so berichtet mir Sascha, alle
Wiesen sind voll davon.

Silke und Michael mit ihren Kindern aus Ostfriesland

Eine Familie aus Ostfriesland lerne ich am Strand von Witzefluh? Kennen. Vater, Mutter und Tochter und Sohn. Sie wohnen in der gleichen Jugendherberge wie ich. Ein Baumhaus hat sie zu dem Ort geführt, wahrscheinlich werden sie am Freitag für das ZDF Morgenmagazin gefilmt. Wir sehen uns dann mehrmals in der Jugendherberge und zwei Tage später in Wismar im gleichen Café wieder. Bei diesem Gespräch tauschen wir auch sehr persönliche Gedanken.

Montag, 27. Juni 2016

Von West nach Ost

Heute fahre ich von Neustadt Holstein nach Beckerwitz , 23968 Hohenkirchen. Ich muss mich wieder richtig innerlich antreiben um erneut auf den Weg zu kommen. Nach dem intensiven Wochenende mit Vätern und Kindern war ich am Sonntag zurück zur Lübschen Mühle gekommen. Dort habe ich mit Gudrun, Robbie und seinen Lieblingsonkel und seiner Frau das Spiel gesehen. Später wurde gegrillt und ganz zum Schluss haben wir um das Feuer gesessen. Dann eine erholsame Nacht und das Frühstück mit meiner Gastfamilie. Dann wieder Aufbruch auf meinem Pilgerweg. Der Abschnitt von Neustadt Holstein nach Travemünde ist nicht besonders attraktiv. Dann auf die Fähre nach Priwall und schnell von West nach Ost gewechselt. An der ehemaligen DDR Grenze eine Gedenktafel, zur Erinnerung an diese geteilte Zeit. Auf dem Weg Richtung Wismar sind dann immer mehr Radler unterwegs. Einige Male hat es richtig stressige Situationen. Auch sind mehr und mehr Tourenradler unterwegs, aber noch keine richtig nette getroffen. Meine Mittagspause mache ich an einer Frikadellen Bude, die Wirtin ist sehr freundlich und preist ihren selbst gemachten Kartoffelsalat. Das Essen ist lecker und das Gespräch anregend. Dann geht es weiter auf einer schönen Strecke immer in der Nähe vom Meer.

Sonntag, 26. Juni 2016

Meetzen Teil 2

Das Wochenende ist dann wie im Flug vergangen, nur ein, zweimal kam mir die Frage was mache ich hier eigentlich.
Das war sicher so, weil die Väter sehr angenehm und herzlich waren und vor allem aber weil ihre tollen Kinder da waren. Mit ihnen hatte ich viel Kontakt, Max und ich waren für das Kinderprogramm verantwortlich wenn die Väter ihre Runden hatten. So durfte ich meine Improvisation Fähigkeiten überprüfen. Das war deshalb gefordert weil der Hauptevent eine Fahrt auf dem Wikinger Schiff wegen Regen und Gewittergefahr abgesagt wurde. Wir wollten am Samstag zum Ravensburger See fahren und dort auf das Schiff. So wurden alle im improvisieren gefordert. Die Absage hat aber die gute Gesamtstimmung nicht verändern können. In der Feedback Runde wurden Max und ich noch einmal herzlich bedankt.

Samstag, 25. Juni 2016

Meetzen, Rhena, Gadebusch

MMännerwochenende vom Kirchenkreis Ostholstein mit Kindern. Am Donnerstag rufe ich Frank an den ich am Männerfest in Trepzin kennenlernte. Er hatte mir von Lübeck vor geschwärmt und auch seine Gastfreundschaft angeboten. Der Wetterbericht hatte für das Wochenende Regen und Gewitter gemeldet und ich will meine Weiterfahrt unterbrechen. So frage ich Frank ob er Zeit habe mir Lübeck zu zeigen. Darauf antwortet er mir, nein er habe ein Männer und Kind Projekt am Start und dort wäre gerade der zweite Koch ausgefallen. Ob ich nicht Lust hätte da spontan einzuspringen. Ich habe nur 30 Sekunden gebracht um ja zu sagen.
Dann geht es um 15.00 Uhr am Bad Schwartauer Bahnhof schon los, Frank und seine zwei lebendigen Töchter kommen mit dem voll gepackten Bus um mich mit ins Lagerhaus nach Meetzen zu nehmen. Die Mädels reden ohne Punkt und Komma und so ist die 1 Stunde Fahrt im Nu vorbei. Wir sind in Meetzen die ersten und erleben eine heftige Hausübergabe im schlechten alten Stil. Sicher hat auch eine Rolle gespielt das ich aus dem Westen komme und sie offensichtlich aus dem Osten. In meiner Pilgerstimmung konnte ich gelassen reagieren und entging einer Auseinandersetzung. Max mein Chefkoch wird später kommen erfahre ich von Frank, so bin ich sofort gefordert. Die Küche einrichten und für das Nachtessen sorgen. Nach und nach trudeln die Väter mit ihren Kindern ein, am Schluss werden wir 33 sein. Nun stehe ich für 2,5 Tage in der Küche um diesen Männern mit ihren Kindern zu dienen. Und es macht mir richtig Spaß so gefordert zu werden. Später kommt Max dazu und wir werden uns prächtig verstehen. Er ist 20 Jahre und gerade seit einem Jahr Geselle im Verkauf eines Großhandels für Gas, Wasser und Scheiße. Er ist Franks treueste Seele als ehrenamtlicher Mitarbeiter für solche Wochenenden. Jetzt erlebe ich zum ersten Mal so eine Arbeit aus der Sicht der Küche. Am stärksten fällt mir auf das ich so entspannter arbeite, ich habe nicht die Gesamtverantwortung. Die Arbeiten sind recht klar definiert und lassen sich gut erledigen. Ich bin in so einem Job gut zu gebrauchen und arbeite effektiv und strukturiert.

Freitag, 24. Juni 2016

Schmerzen, Hitze und ein fettiger Back Fisch

In Landkirchen hatte ich in den Jugendräumen der Kirche eine gute Nacht. Am Morgen musste ich zum örtlichen Verradverleih, am Abend war die Stange der Sattelbefestigung aus der Drehhülse gelöst. Leider war der Techniker beim Arzt und würde erst in 2-3 Stunden wieder kommen. Dann bin ich erst einmal gegenüber Kaffee trinken gegangen. Im Fahrradverleih hatte man mir empfohlen in Burg den zweiten Händler hinter der Kirche aufzusuchen. Also zurück ins Quartier, dort empfängt im Hof die rauchende Kirchen Sekretärin. Sie hatte sich über das Fahrrad im Hof gewundert, bevor sie los legen konnte erzählte ich von mir und meiner Übernachtung als Fahrrad Pilger. Dann bin ich schnell in Burg, ein freundlicher Rollstuhlfahrer weist mir den Weg zum richtigen Fahrradhändler. Dort in der Werkstatt, kommt sofort ein Techniker, nimmt die Dattelstütze in Empfang. In 5 Minuten ist der Schaden behoben, was kostet das ist meine Nachfrage. Ist schon in Ordnung! So herzlich, ich spende 10.—€ in die Kaffeekasse. Es folgt ein Fachsimpeln über Erfahrungen mit dem E-bike fahren, dann bin ich wieder auf meinem Weg. Nun geht es zurück zur Fehrmann Brücke auf das Festland. An diesem Tag hole ich mir einen heftigen Sonnenbrand. Ich habe auch bald keine Position mehr wo ich ohne Schmerzen sitzen kann. Nach einer langen Strecke in der Sonne bekomme ich Hunger. Lange kommt keine Einkehr Möglichkeit und so nutze ich die Erste. Ich bestelle Back Fisch mit Kartoffelsalat. Als ich den Teller vor mir habe schwimmt der Back Fisch so was in Öl... Ich esse trotzdem weil ich Hunger habe, aber schon kurze Zeit später werde ich das bereuen. Mir wird schlecht und noch lange an diesem Tag ekelt es mich.

Mittwoch, 22. Juni 2016

Vom Weisshäuser Strand nach Landkirchen auf der Insel Fehmarn

Vom Schwedeneck zum Weißenhäuser Strand

Vom Weißenhäuser Strand nach Landkirchen auf Fehmarn

Pilgern ist wundervoll, es öffnet mein Herz und die Sinne. Beispiel gefällig, ich komme in Landkirchen nach einem langen Fahradtag an. Berthold Kark-Carlson hatte mir gesagt der Schlüssel liegt auf der Fensterbank. Von welcher war nicht die Rede. So suche ich draußen auf allen Fensterbänken des Pastorats
, vergeblich. Ich klingel aber keiner macht mir auf. So Suche ich mir ein Café zur Stärkung, dort werde ich sehr herzlich bedient. Danach setze ich mich in die Kirche und zünde Kerzen für Oma, Opa, Tante Milla und Papa an. Dann bete ich das Vaterunser, als ich gerade aus Kirche gehen will kommt jemand von hinten. Es natürlich Berthold mit der Begrüßung "Ach du auch noch" Dann haben wir noch ein schönes Gespräch und verabschieden uns freundlich.

Dienstag, 21. Juni 2016

Die Nacht im Hostel in Nirgendwo

Nach einer Hängematte Pause breche ich auf zum Supermarkt und danach zum Strand in Surendorf. Dort kehre ich in der Strandbar ein, schon bin ich mit Ronja 10 Monate alte Tischnachbarin in Kontakt. Auch die Eltern aus der Pfalz sind kontakt freundlich.

Montag, 20. Juni 2016

Auf dem Weg nach Kiel.... hat es sehr viel Wind

Heute Morgen habe ich große Widerstände beim los kommen. Das Wochenende war ein große Unterbrechung, jetzt muss ich mich richtig innerlich antreiben. Dann habe ich endlich alles gepackt und befinde auf dem Weg nach Kiel. Die Strecke führt mich auf der rechten Seite der Schlei, schon lande ich am Wasser in eine Sackgasse. Das Wasser hat mich in den Bann gezogen und so habe ich die Beschilderung übersehen. Dann finde ich meine Route und ich rolle mich gut ein. Die Wege führen über Seitenstraßen nicht direkt am Meer, aber bei den Steigungen läßt sich das Meer blicken. Ich finde nicht immer die Markierungen, komme aber immer wieder auf die Route. Bald schon erreiche ich Eckernförde und finde den DM Drogeriemarkt in der Fußgängerzone. Dort erstehe ich eine Tube Zahnpasta und  ein feines Smoothie für den Mittag. Gegenüber lachen mich noch süße, rote Kirschen an, ich kann nicht widerstehen. Dann will ich aber gleich wieder raus aus der Stadt, viel zu viele Menschen...... Jetzt sitze ich in Surendorf am Strand der Ostsee. Es regnet leicht, der große Sonnenschirm schützt mich vor dem Nass. Ich war schon kurz vor Kiel als das Wetter umschlug und ich beschloss eine Unterkunft zu suchen. Leider ist gerade Kieler Woche, das 9 Tage Volksfest und Segelwettbewerbe. Kein Bett zu bekommen, doch noch eines am Arsch der Welt. Ein Hostel im Nirgendwo, dafür muss ich 25 km wieder zurück fahren. Das schaffe ich gerade so, ich bin so langes fahren nicht mehr gewohnt. Nach mehrmaligem Nachfragen finde ich ein abgelegenen Gehöft und auch mein Bett. Ich werde freundlich begrüßt und bin so erschöpft das ich lange brauche mich zu organisieren. Dann erfahre ich von einer Hängematte im Garten, schon bin ich weg genickt. Beim Aufstehen habe ich heftige Wadenkränpfe...

Sonntag, 19. Juni 2016

Mein Gepäck

Mit dem Rentnerboot auf die Schlei

Die Schlei ist ein Brackwasser Fjord der auf die Ostsee führt. Ich habe am Nachmittag nur diese Tour nehmen können. Es geht zu einer Vogelschutz Insel am Ausgang vom Fjord. Auf der Fahrt scheint die 🌞 und so ist die Fahrt ganz nett. Einzig die Bedienung an Bord nervt ständig mit der Frage ob alles in Ordnung sei. Natürlich ist es das, aber keiner will nach dem dritten Ansprechen noch bestellen. Und sei es aus Trotz. Auf der Insel haben wir Landgang und die Weite und Stille faszinieren mich. Ich nehme das Schreien der Möwen auf, und verschicke es über Whatsapp.

Männerforum der Nordkirche “Mitten im Leben“ im Pilgerkloster Tempzin

“Helft einander eure Lasten zu tragen! Auf diese Weise werdet ihr das Gesetz erfüllen, das Christus uns gegeben hat.“ Galater 6 Vers 2

Von Fehrmannstrand nach Lübsche Mühle

Fehrmannstrand, Fehrmannsund, Großenbrode, Seekamp, Sütel, Löhrstorf, Neukirchen, Satjewitz, Michaeldorf, Kraksdorf, Siggen, Rosenfelde, Dahme, Kellenhusen, Grömitz, Rettin, Pelzerhaken,  Neustadt, Merkendorf und Lübsche Mühle

Von Johannistal bis Fehrmann /Fehrmannstrand Camping

Johannistal, Steinwarder, Heiligenhafen, Großenbrode, Großenbrode Fähre, Strukkamp, Albertsdorf, Westerbergen, (Landkirchen), Lemkenhafen, Alternativ Route Neuhof, Gollendorf, Orth, Sulsdorf, Püttsee, Kopendorf, Bojendorf, Schlagsdorf, Westermarkelsdorf, Altenteil, Wenkendorf, Gammendorf, Seelust, Krummensiek, Puttgarden, Presen, Klausdorf, Gahlendorf, Vitzdorf, Sahrensdorf, Meeschendorf und Camping Fehrmannstrand

Von Schilksee nach Johannistal

Schilksee, Kiel, Ellersbek, Neumühlen Dietrichsdorf, Kitzeberg, Laboe, Neustein, Stein, Heidkoppel, Kalifornien, Schöneberger Strand, Hohenfelde, Satjendorf, Kembs, Behrendorf, Lippe, Howacht, Sehlendorf, Döhnsdorf, Weißenhäuser Strand, Kleinweesek, Dannau, Oldenburg, Kröß, Wandelwitz und Johannistal

Von Kappeln nach Kiel Schilksee

Kappeln, Ellenberg, Olpenitz, Schönhagen, Schuby, Damp, Großwaabs, Waabs, Gut Ludwigsburg, Eckernförde, Schmeerhörn, Lindhöft, Krusendorf, Surendorf, Stohl, Strande und Schilksee

Samstag, 18. Juni 2016

Werner aus Berlin Tiergarten

Werner, 85 aus Berlin ist "Gärtner  vom Pilgerkloster. Er war Sportler und begeisterter Radfahrer

Freitag, 17. Juni 2016

Welche Auslöser haben meine Vorurteile?

Ich erwische mich beim Warten vor der Toilette im Zug mit meinen Vorurteilen. Schon auf dem Bahnsteig war mir ein junger hagerer Pole (ich weiß nicht einmal ob er Pole ist) aufgefallen. Er erinnert mich an ausgemergelte Drogis. Er kommt aus der Toilette wo er ewig gebraucht hat, und ich denke "natürlich" das kannst nur Der sein.

Welche Farbe hat für mich die Einsamkeit?

Mir fallen erst einmal Gefühle ein, Traurigkeit, Melancholie und auch Leichtigkeit und Unbeschwertheit. Welche Farbe hat die Einsamkeit, jetzt sage ich hellgrün.

Zwischenstation in freien Hansestadt Lübeck

Ich erlebe gerade eine große Freundlichkeit in mir. Das fällt mir auf weil meine Umgebung auch ausgesprochen freundlich und hilfsbereit reagiert. Ob im Reisecenter der DB oder auf der Straße als ich mit meinem Sohn telefoniere und nach einer Gaststätte frage. Eine Frau neben mir ruft mir einen Tipp zu. Sie schickt mich zu einem Museumscafe, das finde ich nicht. Dafür fällt mir ein Kartoffeln Bistro auf. Dort gibt es für 5,50 € eine vollständige Mahlzeit die gut schmeckt. Vor lauter Begeisterung laufe ich weiter und der strömende Regen entführt mich in ein feines Café.

Die Fahrt von Kappeln Schlei über Süderbrarup, Kiel, Plön, Eutin, Lübeck nach Blankenberg Mecklenburg-Vorpommern

Bahn fahren macht Spaß, ich habe nicht geglaubt wie angenehm diese weite Fahrt sein kann. In Lübeck werde ich Halt machen, und ein Mittagessen suchen.

Donnerstag, 16. Juni 2016

Beim Kirchenkreis Schleswig-Flensburg (Angern) mit den DiakonnInnen Andrea Stoltenberg und Detlef Flüh

Was läuft am besten: Pfadfinder Arbeit, sie wird von den Kirchengemeinden organisiert. Jedes Gruppenangebot ist mit einer Liturgie strukturiert. Dann wird eine Teamercard angeboten, sie ein Angebot für Jugendliche vor der Konfzeit. Jugendleiter Ausbildung kennen Sie auch. Fortbildungstag zur Reformation ab 14, Kinderwoche für 8-12 jährige aus dem ganzen Kirchenkreis. Sommersegeltour für Jugendliche von 13-26 Jahren. Da gibt es eine Projektidee für das nächste Jahr. Mit Detlef eine deutsch-schweizer Kooperation zu organisieren. Im Gegenzug möchte er mit einer Gruppe Erwachsener nach Basel und in die Schweiz kommen. Thema “bedingungsloses Grundeinkommen“ und der Besuch vom Berg Flüh. Eventuell ein paar Tage Pradella.

Von Flensburg nach Kappeln mit Bruch der Sattelstange

Gestern bin ich ganz früh von Flensburg gestartet. Mit Karte, Wegweiser und Intuition fand ich gut auf den Weg. Gleich kurz hinter der Stadt Flensburg traf ich auf Engel. Ich hatte meine obere Packtasche verloren und an der nächsten Seitenstraße riefen sie mir zu die Tasche doch noch mitzunehmen. Hinter der Stadt führte mich die Strecke durch ein langes Waldstück. Mitten drin ein dunkelgrüner See auf dem Orchideen blühten. Als Radler war ich fast immer allein unterwegs, Jogger und Hunde Spaziergänger überholte ich regelmäßig. In Glücksburg war ich recht bald, hatte noch keine Lust auf Ortsbesichtigung. Zur  Znüni Zeit traf ich hinter einer scharfen Linkskurve auf ein Gartenlokal, just in dem Moment kam die Sonne raus. Der Wirt mit einem biertrinkenden Stammgast waren die einzigen die ich antraf. Auf meinen Wunsch hin schmierte mir der Wirt zwei Käse Brötchen, dazu ein feiner Milchkaffee. Während meiner Rast kam ein Mountainbiker von Norden und eine Tourenfahrererin von Süden. Dann gestärkt ging es weiter, nicht direkt am Meer aber immer mit Meerblick.

Montag, 13. Juni 2016

Ein Engel 😇 zum Geniessen

Am Ende des langen Tages eine tolle Beiz für das Nachtessen gefunden!!!

Unterwegs von Hamburg nach Flensburg

Zeit was bedeutet Sie? Eben noch bin ich in Hamburg angekommen. Vor 32 Jahren, seit 22 Jahren mit Dagmar zusammen und in dieser Zeit noch nie 4 Wochen getrennt gewesen.

Unterwegs nach Flensburg

Nach einem halben Tag Reise mit dem ICE sitze ich Hamburg HBF und warte auf den Anschluss Zug 🚆 nach Flensburg. Hier in Hamburg habe ich noch einen Koffer. Mitte 20 bin ich genau hier von meiner Heimatstadt Aachen angekommenen um mein Glück zu finden. In Aachen konnte ich nicht mehr Leben, alles zu eng für mich. Ich brauchte die Luft der Großstadt, das Gefühl von Weite und Toleranz. All das habe ich dann wirklich hier gefunden, und noch viel mehr! Direkt am Hamburger Hauptbahnhof im St. Georg Kiez fand ich meine erste WG , gerade gegenüber der St.Georg Kirche. Ein wunderschönes Ercker Zimmer, im Winter nur mit Kohle zu beheizen. Meine “Vermieterin“ eine echte Norddeutsche aus dem nördlichen Vorten der Hansestadt. Ihre beste Freundin war eine richtige Einheimische die mir einige Welten aufschließen sollte.

In der Fremde unterwegs zu sich


Wer als Pilger aufbricht, verlässt die Heimat, die vertraute Umgebung. Er bricht auf vom Bekannten ins Unbekannte, von der Sicherheit, er geht äußerlich und innerlich in die Fremde.
Weckruf der Sehnsucht
Wer bin ich?
Was war mir bisher wichtig?
Wozu lebe ich?
Was will ich?
“Fremdeln“ wir nicht selten auch innerlich?
Vieles scheint selbstverständlich und doch, trotz materiellem Wohlstand oder vielleicht gerade deswegen, sind wir uns innerlich in manchem fremd geblieben.
War das schon alles?
Will ich wirklich so weiterleben?
Für den Pilger in uns ist “Sehnsucht“ die charmante Art Gottes, sich bei uns in Erinnerung zu halten. Wir sind Fremde in dieser Welt und werden durch die Sehnsucht daran erinnert, dass wir nicht ewig leben.
Wohin gehe ich?
Der Weg vom Leben zum Tod.
Loslassen um frei zu werden für das weitere Leben.
Nach christlichem Verständnis sind wir auf dem Weg nach einem letzten Zuhause, nach einer Heimat, in der wir ganz daheim sein können. Diese letzte Ziel heißt Gott - unsere Heimat ist der Himmel.
“Ein Mann aus den USA wollte einen berühmten Rabbi in Europa besuchen. Doch wie enttäuscht war er, als er in die kleine Mietwohnung des Rabbi eingelassen wurde. Als Mobiliar waren einzig ein Bett, ein Stuhl und einige Bücher zu sehen. Er hatte viel mehr erwartet. “Aber Rabbi, wo sind denn ihre Sachen?“, fragte er erstaunt. “Wo sind denn ihre?“ fragte der Rabbi zurück. “Ich bin doch nur auf der Durchreise“, antwortete der Mann. “Ich auch“, entgegnete der Rabbi